Selbstorganisation

Selbstorganisation
(Empfehlung: Heft „30 Minuten für optimale Selbstorganisation“ Koenig, Detlef u.a. Verlag: GABAL ISBN3-89749-126-5)

1. Immer sofort entscheiden
Alles was nicht sofort entschieden, oft auch nicht sofort erledigt werden kann und liegen bleibt, muss noch mindestens ein zweites Mal bearbeitet werden. Das kostet Zeit zum suchen und Nerven um es erneut aufzuarbeiten. Aufgestautes hängt wie ein Damoklesschwert über einem und ist für die Psyche enorm belastend! Also: konsequent jedes Blatt Papier sofort erledigen, einplanen oder wegwerfen!

2. Wichtigkeit und Dringlichkeit: - Schwerpunkte setzen
Dringlichkeit wird durch den momentanen Zwang erzeugt, etwas zu erledigen. Man kann darauf eigentlich nur reagieren. D.h.: Man kann seine langfristigen Ziele darüber kaum erreichen.
Wichtigkeit wird von Ihnen selbst bestimmt. Sie agieren frei, können sich entfalten, gemäß Ihren eigenen Zielvorstellungen. Setzen Sie bewusst Prioritäten und lassen sich nicht durch Tagesereignisse von ihren Zielen ablenken. Da Sie hier langfristig erfolgsbewusst planen, sollten Sie dies in Ihren Terminkalender integrieren. Dazu ist die Wochendarstellung ein guter Kompromiss, weil dann Ihre Einträge eher nach Wichtigkeit als nach Dringlichkeit ausgerichtet sind und sie dabei dennoch übersichtlich bleiben.
Priorisieren Sie nach dem Pareto-Prinzip. Es sagt aus, dass grundsätzlich 20% Ihrer Arbeit rund 80% ihres Erfolges sichern. Oder 20% Ihrer Downline sorgen für 80% Ihres Erfolgs. Oder, dass ist ein wichtiger Punkt: 20% Ihrer Partner können 80% Ihrer Zeit kosten und tragen nur 20% zum Umsatz bei!
Zur Priorisierung teilen Sie in A-, B-, und C-Aufgaben ein. A- Aufgaben benötigen ~15% Ihrer Zeit, schaffen aber ~65% Ihres Erfolges. Bei B- Aufgaben sind dies 20 % zu 20%, bei den C-Aufgaben 65% zu 15%, also genau umgekehrt! „A“ müssen sie selbst, „B“ können Sie selbst erledigen.
Der größte Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht- erfolgreichen Partnern ist der, dass die einen sinnvoll mit ihrer Zeit umgehen und die anderen nicht. Investieren Sie 80% Ihrer Zeit in die aufgeschlossenen Menschen und arbeiten Sie mit ihnen. Widmen Sie 20% den unentschlossenen und ignorieren Sie die, die sowieso kein Geschäft wollen.
Bedenken Sie - Sie ändern die Menschen nicht, Sie bieten ihnen nur die Chance, sich selbst zu ändern. Sobald Sie erkennen, dass Ihr Gegenüber zu den Ablehnenden gehört, insistieren Sie nicht weiter. Werden Sie nicht Missionar oder Mutter Theresa. Bleiben Sie lieber bei den Aufgeschlossenen!
Reduzieren Sie alles was Sie vom eigentlichen abhält: Kunden finden, Umsatz machen und vor allem neue Partner gewinnen. Das ist wichtig! Und wenn Sie es auch dringlich machen, dann überzeugt Ihre Ernsthaftigkeit, Ihre Identifikation! Und das macht Sie interessant, insbesondere für neue Partner!

3. Nichts vergessen, alles zeitgerecht erledigen
Eine Methode, damit man sowohl kurz- als auch langfristige Aufgaben nicht übersieht, ist erst alles in einem Aufgabenbuch (auch Einzelblätter A4/A5) zu listen und dann im Kalender zu terminieren.
Die Aufgabenliste enthält drei Spalten: Datum (wann Aufgabe erhalten), Aufgabe (was zu tun ist) und Bemerkungen (Termin der Aufgabenerledigung, Telefonnummer/Adresse, eigene Bearbeitungsvermerke wie: übertragen in Terminkalender, erledigt oder neuer Termin, etc.). Einmal die Woche wird das Aufgabenbuch überarbeitet, erledigte Aufgaben und auch ganze Seiten gestrichen.

4. Nichts ist perfekt und muss es auch nicht sein
Perfektionismus ist eine Schwäche! Diese Menschen können keine Kompromisse eingehen. Gerade Prinzipien- treue Menschen sollten Sie sich selbst fragen: „Ist der Wert an sich diesen Aufwand oder zu überwindenden Widerstand wirklich wert?“ Denken Sie an den genialen, komisch-tragischen „Kommissar Monk“, dessen Herzenswunsch Polizeibeamter zu werden ihm versagt bleibt, weil er über das korrekte ausrichten der Bleistifte beim alles entscheidenden Eingangstest nicht hinauskommt und darüber die Prüfungszeit verbraucht. Was könnt er ohne diese „Macke“ alles leisten?
Auch hier gilt das Pareto-Prinzip! Also: Nichts übertreiben, nur das Notwendige, nicht mehr!

Viel Erfolg!

©02.08 Petra Bihn




Autor  Petra Bihn
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